Frühstück – besser weglassen, ja oder nein? (04)

Mein lieber Körper,

ich schreibe dir heute, weil ich echt verwirrt bin. Du weißt ja, dass ich an dir und mir arbeite und ich natürlich möchte, das du in Form bist und auch gesund, aber es ist ja so was von schwierig. Ständig lese und höre ich, was ich jetzt noch besser machen kann in meiner Ernährung. Ich schränke mich ja schon ein. Hast du eine Idee, was ich besser machen kann?

Dein Mensch

Mein lieber Mensch,

ja, das Leben ist oft nicht leicht. Aber das macht doch gar nichts. Wichtig ist doch, dass du offen und bereit bist, etwas zu verändern oder zu optimieren.

So geht es doch vielen Menschen. Aber was dich halt nicht weit bringt, ist etwas anzufangen, sprich etwas „auszuprobieren“ und nichts zu Ende zu bringen.

Wenn du einen Weg einschlägst, solltest du diesen auch länger gehen bis du zu einem Urteil kommen kannst. Du musst dich auf das, was du vor hast, auch wirklich einlassen.

Fang jetzt erst Mal an, regelmässig zu essen. Und vor allen Dingen, lass in Zukunft nicht mehr dein Frühstück aus. Das Frühstück ist eine sehr wichtige Mahlzeit, naja, eigentlich ist jede Mahlzeit wichtig. Nur du hast da eine Sichtweise, die so schon lange nicht mehr funktioniert. Das hast du ja gemerkt, oder? Also, es geht hier nicht um Kalorienzählen, sondern um Nährstoffe. Frühstückst du Croissants, Marmeladen-Brötchen oder nachgedunkeltes Brot, dann ist da nicht allzu viel drin für mich. Essen hat ja eine Funktion, und zwar steht für mich als Körper nicht der Genus wie für dich als Mensch im Vordergrund, sondern das Auffüllen des „Treibstoffs“ für mich, das alle meine Funktionen REIBUNGSLOS funktionieren.

Von daher bitte ich dich, bringe eine Routine in dein Leben, was das Essen betrifft. Dann isst du auch zwischendurch nicht so Sachen wie Kekse, etwas vom Bäcker oder was du so gerade findest.

Brot ist nicht gleich Brot und Müsli ist nicht auch gleich Müsli. Du müsstest mal sehen, was meine Bauchspeicheldrüse für Sprünge machen muss, wegen diesem sogenannten „gesunden“ Frühstück mit Orangensaft, Obst-Smoothies, Schoko-Müsli mit 30% weniger Zucker… Also bitte, greif doch zu etwas, was die Insulinausschüttung nicht so krass animiert. Was nicht heißt, nichts essen, ist eine Lösung. Da ist das Problem nicht aufgehoben, sondern nur nach hinten aufgeschoben und wie, bitte schön, soll ich da 100% Leistung bringen? Ich habe auch keine Lust auf Diabetes in ein paar Jahren. Von daher, streng dich doch da bitte an, ja?

Eiweißreiches Frühstück mit frischem Obst oder Gemüse schwebt mir vor, da bleibt die Bauchspeicheldrüse ganz ruhig, die Fettverbrennung bleibt im Gang und ich habe auch eine Nährstoff-Versorgung mit der ich etwas anfangen kann.

Ein richtiges Frühstück sorgt für uns beide für mehr Wohlbefinden und mehr Leistungsfähigkeit. Du startest dein Auto ja auch nicht morgens und trittst das Gaspedal sofort mit Bleifuss durch und fährst mit dem kalten Motor 180 Sachen los. Und langfristig hilft ein regelmässiges, gesundes Frühstück das Körperfett weg zuhalten. Obwohl ich den Ausdruck „Körper“-fett als falsch ansehe, schließlich kann ich ja nichts dafür…
Und noch eins, ich verstehe, dass du sparsam sein willst, aber spar doch nicht immer an mir! Für Klamotten, Schuhe, Handtaschen und Urlaube ist das okay, aber wenn es um die Versorgung deines Körpers, dein „Lebensträger“ geht, da gibt es ständige Kürzungen. Denk doch zumindest darüber mal nach. Ich danke dir.

Dein Körper

Breakfast

3 Kommentare zu “Frühstück – besser weglassen, ja oder nein? (04)

  1. Ein schöner Brief.
    Ich versuche mich gerade auf eine kohlehydratreduzierte Art umzustellen. Abend keine, Mittags in Maßen. Eigentlich steht da, dass ich morgens schon auch Brot (Vollkorn) essen sollte. Sollte ich das nun doch nicht?

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